Koordinatorinnen der Doctoral School in Chemistry mit Smart Collaboration Award ausgezeichnet

Eine Doktoratsschule mit mehr als 200 Doktorand*innen lebt nicht allein von wissenschaftlicher Exzellenz. Damit 59 Forschungsgruppen mit Angehörige aus 36 Nationen sowie zahlreiche Bewerbungen, Retreats und Förderausschreibungen reibungslos ineinandergreifen, braucht es Menschen, die die organisatorischen Fäden im Hintergrund zusammenhalten. Dieses Engagement wurde nun gewürdigt: Die Koordinatorinnen der Vienna Doctoral School in Chemistry (DoSChem), Elena Rastew und Mirjam Beck gehören zu den 20 diesjährigen Preisträgerinnen des Smart Collaboration Award der Universität Wien. Ausgezeichnet wurde die enge Zusammenarbeit der 18 Doctoral Schools, die gemeinsame Initiativen, den fachübergreifenden Austausch und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Doktoratsausbildung an der Universität Wien maßgeblich vorangebracht hat.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Vienna Doctoral School in Chemistry (DoSChem) zum größten Doktoratsprogramm im Bereich Chemie in Österreich entwickelt. Rund 90 Prozent aller Doktorand*innen der Fakultät für Chemie sind heute Mitglieder der DoSChem, mehr als die Hälfte von ihnen kommt aus dem Ausland. Zusätzliche Initiativen wie der kürzlich ausgeschriebene fakultätsübergreifende STEM Recruitment Call der Universität Wien tragen dazu bei, hervorragende Nachwuchswissenschaftler*innen aus aller Welt für ein Doktoratsstudium zu gewinnen. Während die Doktoratsausbildung früher häufig auf die jeweilige Forschungsgruppe beschränkt war, versteht sich die DoSChem als fakultätsweites Netzwerk, das Doktorand*innen bereits frühzeitig über Forschungsgruppen hinweg miteinander verbindet.

Die DoSChem bietet Nachwuchswissenschaftler*innen ein Ausbildungsprogramm, das das gesamte Spektrum der Chemie abdeckt – von Anorganischer, Organischer, Physikalischer und Theoretischer Chemie bis hin zu Analytischer, Biophysikalischer und Biomedizinischer Chemie. Wissenschaftliche Retreats, Symposien und Workshops fördern den Austausch zwischen Doktorand*innen und Betreuer*innen unterschiedlicher Fachrichtungen. Ergänzt wird das Programm durch von Studierenden organisierte soziale Aktivitäten, die den Zusammenhalt innerhalb der Doctoral School stärken. Förderprogramme wie das International Exchange Programme und das New Ideas Programme unterstützen internationale Mobilität sowie Kooperationen zwischen Forschungsgruppen. Workshops zur Karriereentwicklung und Networking-Veranstaltungen vermitteln darüber hinaus wichtige Kompetenzen für den weiteren Berufsweg sowohl in der Wissenschaft als auch in der Industrie und anderen Berufsfeldern.

Elena Rastew, die die Auszeichnung gemeinsam mit ihren Kolleginnen beim Sommerfest der Universität Wien im Juni entgegennahm, versteht den Preis vor allem als Anerkennung einer Arbeit, die meist im Hintergrund stattfindet: „Es ist schön zu sehen, dass die Arbeit der meist ‚unsichtbaren‘ Koordinator*innen der Doctoral Schools wahrgenommen und gewürdigt wird. Viele dieser Initiativen sind aus unserem eigenen Engagement entstanden, um praxisnahe Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln, die über die Grenzen einzelner Fakultäten hinausgehen.“