Dr. Diksha Pandey verstärkt die Forschungsgruppe von Prof. Leticia González seit 2025. Sie hat sich auf theoretische Chemie spezialisiert und beschäftigt sich insbesondere mit der nicht-adiabatischen Dynamik komplexer photochemischer Systeme.
Im Rahmen ihres MSCA-Projekts NEO-SHARC möchte sie den Nuclear Electronic Orbital-Ansatz mit dem in der Forschungsgruppe González entwickelten SHARC-Framework kombinieren. Ihr Ziel ist es, eine hybride Methodik für multidimensionale nicht-adiabatische Dynamik zu etablieren, die Kernquanteneffekte leichter Atomkerne wie Protonen berücksichtigt. Dadurch soll das Verständnis lichtinduzierter Prozesse verbessert werden, bei denen die gekoppelte Bewegung von Elektronen und Atomkernen eine entscheidende Rolle spielt.
Vor Beginn ihres MSCA-Fellowships beschäftigte sich Dr. Pandey im Rahmen des FWF-geförderten Projekts Isolated Strong Optical Magnetic Pulse Spectroscopy (iStOMPs) von Dr. Sebastian Mai an der Universität Wien mit der Multireferenz-Charakterisierung der elektronischen Struktur von Lanthanidkomplexen. Während ihrer Promotion am Indian Institute of Science Education and Research Thiruvananthapuram untersuchte sie zudem den Protonentransfer innerhalb von Molekülen in angeregten elektronischen Zuständen.
Dr. Pavel Pokhilko promovierte an der University of Southern California und war anschließend als Postdoctoral Research Associate an der University of Michigan sowie der Purdue University tätig. Im Februar 2026 wechselte er als Habilitand in die Forschungsgruppe von Prof. Leticia González. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung, Implementierung, Analyse und Anwendung neuartiger Methoden der elektronischen Strukturtheorie.
Sein MSCA-Projekt Novel Accurate Coupled-Cluster Approach (NovACCA) verfolgt das Ziel, neue recheneffiziente quantenchemische Methoden zur Modellierung komplexer Übergangsmetallverbindungen zu entwickeln. Solche Verbindungen sind unter anderem für die Katalyse und den molekularen Magnetismus von großer Bedeutung. Ihre elektronische Struktur lässt sich mit den derzeit verfügbaren Methoden jedoch häufig nur durch einen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Rechenaufwand beschreiben.
Im Rahmen von NovACCA wird Dr. Pokhilko eine neue Generation von Coupled-Cluster-Methoden entwickeln, die elektronische Zustände von Übergangsmetallen genauer und effizienter beschreiben können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf magnetischen Übergangsmetallverbindungen, bei denen feine elektronische Effekte die magnetischen Eigenschaften maßgeblich bestimmen. Durch die Verringerung des Rechenaufwands bei gleichzeitig höherer Vorhersagegenauigkeit sollen künftig auch größere realistische Systeme untersucht werden können, darunter Metal-Organic Frameworks (MOFs), eine Materialklasse mit vielversprechenden Anwendungen in der Katalyse.
- Universität Wien erhält 17 MSCA Postdoctoral Fellowships (Forschungsservice der Universität Wien)
- González Research Group am Institut für Theoretische Chemie
