Matthias Pretzler von "Foods" als Outstanding Reviewer ausgezeichnet

28.07.2026

Der Biochemiker Dr. Matthias Pretzler, der 2024 in der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Annette Rompel an der Fakultät für Chemie promovierte, wurde in die neu eingerichtete "Exceptional Reviewers List" der Fachzeitschrift Foods aufgenommen. Die Initiative würdigt Gutachter*innen, die kontinuierlich qualitativ hochwertige Peer Reviews verfassen, und damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Integrität des Publikationswesens leisten.

Matthias Pretzler absolvierte sein Masterstudium der Biotechnologie an der Technischen Universität Graz, wo er zur tyrosinaseinduzierten Quervernetzung von Kollagen forschte. Im Rahmen seiner Doktorarbeit am Institut für Biophysikalische Chemie untersuchte er die Familie der Tyrosinase-Enzyme des Kulturchampignons (Agaricus bisporus). Dabei gelang es ihm, rekombinante Produktionsmethoden für alle sechs Tyrosinase-Isoenzyme zu etablieren und neue Erkenntnisse über deren biochemische Eigenschaften sowie mögliche Anwendungsgebiete zu gewinnen, die von der Biokatalyse und Biomaterialien bis hin zu Umwelttechnologien reichen.

Mit seinem Hintergrund in Bioanalytik, Biochemie und Molekularbiologie arbeitet Matthias Pretzler heute an der Johannes Kepler Universität Linz, wo er an der Entwicklung biotechnologischer Verfahren zur mikrobiellen Proteinproduktion in mit Methan gespeisten Bioreaktoren beteiligt ist. Seine Forschung ist Teil des gemeinsamen tschechisch-österreichischen CARMA-Projekts, das CO₂-Emissionen in Methan umwandeln und mithilfe von Mikroorganismen hochwertige Biomasse als alternative Proteinquelle erzeugen soll.

Zur Bedeutung des Peer Reviews sagt Dr. Pretzler: „Wissenschaftlicher Fortschritt braucht eine solide Grundlage, und wissenschaftliche Publikationen sind ein wesentlicher Bestandteil davon. Das Peer Review ist ein unverzichtbarer Schritt der Qualitätssicherung im Publikationsprozess und trägt dazu bei, dass wissenschaftliche Erkenntnisse verlässlich bleiben. Ich freue mich, zur Verbesserung der Qualität der in Foods veröffentlichten Artikel beigetragen zu haben, und werde die wissenschaftliche Gemeinschaft auch weiterhin mit objektiven, konstruktiven und – wo erforderlich – kritischen Begutachtungen unterstützen.“