Das Poster mit dem Titel „Hidden Structural Colors from Bistable, Electrically Driven Covalent Organic Framework Photonic Assemblies for Secure Optical Encoding“ präsentiert Ergebnisse, die im Rahmen des vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderten Projekts DYNAMOF unter der Leitung von Assoz. Prof. Jia Min Chin erzielt wurden.
Im Rahmen ihrer Dissertation untersucht Flora Schöfbeck elektrisch responsive photonische Materialien in einem interdisziplinären Ansatz, der Materialchemie, kolloidale Selbstorganisation und Optik miteinander verbindet. Durch den Einsatz elektrischer Felder werden Partikel kovalenter organischer Gerüstverbindungen (Covalent Organic Frameworks, COFs) zu bistabilen photonischen Strukturen angeordnet. Dadurch entstehen verborgene Strukturfarben und wiederbeschreibbare optische Muster für die sichere Informationskodierung. Die Arbeit macht die Lichtstreuung in diesen Strukturen – bisher eine optische Einschränkung – zu einem funktionalen Sicherheitsmerkmal und eröffnet neue Möglichkeiten für Fälschungsschutz-Technologien, adaptive Displays und sichere optische Kommunikation.
Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Frage, wie elektrische Felder die Anordnung und Auflösung kolloidaler Partikel aus Metal-Organic Frameworks (MOFs) und Covalent Organic Frameworks (COFs) steuern können, um dynamische optische Materialien mit programmierbaren Eigenschaften zu erzeugen. Damit leistet ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zu DYNAMOF, dessen Ziel es ist, die dynamische Selbstorganisation dieser Gerüstverbindungen zu verstehen und gezielt zu kontrollieren, um neue Materialfunktionen zu erschließen.
MOF 2026, die 10. Internationale Konferenz zu Metal-Organic Frameworks und Open Framework Compounds, fand von 17. bis 20. Mai 2026 in New Orleans statt. Als internationale Plattform bringt sie Forschende und Anwender*innen aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven poröser Materialien zu diskutieren.
